Du kennst vielleicht junge Leute, die bereits mit achtzehn Jahren so steif und vorsichtig wirken wie Greise mit achtzig. Doch es gibt auch Ältere, die jenseits der siebzig frisch eine Universität einschreiben oder sich ein Longboard zulegen.
Im Geist entstehen unzählige Eindrücke. Sie erscheinen genau so, weil Du sie auf diese Weise wahrnimmst.
Im Buddhismus lehrt man, dass alles bedingt entsteht – abhängig von Ursachen und Bedingungen. Wenn ringsum alle über dieselben Themen klagen und sich ereifern, hinterfragst Du diese Angelegenheiten kaum noch, weil der Geist sich an Gewohnheiten klammert.
Gerade deshalb wirkt es oft befreiend, wenn Du Dich mit Personen austauschst, die Deine Überzeugungen, Haltungen und Urteile nicht vollständig teilen. Wie im buddhistischen Sangha bringt der Kontakt mit unterschiedlichen Ansichten neue Einsichten und löst Verkrustungen.
Allen von uns tut gelegentlich ein klarer Luftzug im Denken wohl. Dieser Hauch reinigt die verstaubten Falten des Geistes, ähnlich wie Meditation den Schleier der Unwissenheit (Avidya) wegbläst.
Wie geschickt Du mit Herausforderungen umgehst, hängt stark von Deiner inneren Haltung ab. Je achtsamer und aufnahmebereiter Du bist – wie der Buddha es mit der Lehre von der Offenheit für das Dharma empfiehlt –, desto leichter meisterst Du jede Situation.
Stell Dir vor, Du weckst bewusst Deine Neugier und Bereitschaft zum Lernen.
Was geschähe, wenn Du den Schalter für Wachstum umlegst und Dich absichtlich mit fremden, ungewohnten Welten auseinandersetzt?
Wenn Du ernsthaft versuchst, die Anliegen und Triebfedern der jüngeren Generationen zu begreifen?
Wenn Du Deine eigenen Vorstellungen mutig auf den Prüfstand stellst, wie es die buddhistische Praxis der Selbstreflexion fordert.
Was, wenn manche Deiner Überzeugungen lediglich Vorurteile sind, geboren aus Anhaftung? Auf welche alternative Weise könntest Du diese Dinge betrachten, frei von Verzerrungen?
Beweglichkeit im Denken erweitert Deine Horizonte enorm. Sie schafft mehr Raum für erfreuliche Begegnungen und hilft Dir, genau das zu erlangen, was Dein Wohlbefinden nährt – im Einklang mit dem Pfad zur Leidminderung.
Ja, wir alle sind geprägt von der Epoche, in der wir aufwachsen. Doch jeder Moment, in dem Du atmest und lebst, gehört ganz Dir.
Nicht allein die Jugend oder die reifen Jahre. Sondern buchstäblich jeder Augenblick.
Jeder Atemzug, der Dir gewährt wird, ist kostbar.
Die Gegenwart, die Dir in diesem Leben geschenkt ist – nutze sie weise, wie der Buddha lehrte: im Hier und Jetzt, mit achtsamem Geist.
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