Eine Unterweisung in die Kunst der Unerschütterlichkeit, der Pfad zur inneren Befreiung.
Meine geschätzten Leser, lasst uns heute unsere Aufmerksamkeit auf eine Schlüsseleigenschaft richten, die im Herzen jeder spirituellen Praxis liegen muss, die Gelassenheit.
Warum ist diese innere Ruhe für Dich und Dein Seelenheil von so entscheidender Bedeutung?
Im Kern der buddhistischen Lehre steht die Einsicht in das Leid Dukkha und dessen Überwindung.
Dieses Leid manifestiert sich in unserem modernen Leben oft als unerbittlicher Druck und Stress.
Die Geisel der Unruhe und die Wirkung
Betrachten wir zunächst die Folgen des unbeherrschten Angespannseins auf Dein Gemüt und Dein Spannungsniveau.
Anspannung ist gleichzusetzen mit einem seelischen Gift, das Deine Psyche zersetzt.
Es ist ein Schleier über den klaren Geist.
Die Anspannung bewirkt, dass Du in Beklommenheit verfällst, schnell erzürnt bist und die Fähigkeit, Dein Geist zu verändern, nicht mehr zu verändern.
Du verlierst die Möglichkeit, konzentriert zu sein.
Dieses Gift stört Deine Nachtruhe und verleitet Dich zu vorschnellen, unweisen Entscheidungen.
Erinnere Dich an die drei Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung.
Chronische Anspannung ist ein Nährboden für diese Gifte.
Sie feuert die Ablehnung, Hass gegen die Umstände und die Verblendung über die wahre Natur,
der Dinge an.
Ohne Ruhe bist Du ein Spielball der flüchtigen Regungen Deines Geistes.
Die Kultivierung der heilsamen Gegenkraft.
Das Gegengewicht zu diesem psychischen Unheil ist die tief verwurzelte Heiterkeit.
Sie ist nicht nur ein passives Hinnehmen, sondern eine aktive Tugend, eine geistige Errungenschaft.
Wenn Du in Dir fest und unbeirrt bist, wird Dein Denken durchsichtiger und schärfer.
Du wirst Entschlüsse fassen, die dem achtsamen und weisen Blick entstammen.
Du wirst Probleme mit einer überlegenen Ruhe meistern und bewältigen.
Der Grundmechanismus dafür liegt in der Neuordnung Deiner Gehirnfunktion.
Druck katapultiert Dich in den archaischen Überlebensmöglichkeiten.
Das ist Dein Lebensmodus des Kampfes oder der Flucht.
Die innere Ruhe hingegen aktiviert den Bereich des Erkennens und der zielgerichteten Lösungssuche.
Im Lichte des Dharma nennen wir diese Haltung Gleichmut.
Eine der vier haben Verweilzustände.
Gleichmut bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern die tiefe Fähigkeit, die Dinge in ihrer Haltung zu verweilen.
In ihrer Veränderlichkeit zu sehen und sie anzunehmen, ohne sofort in Ablehnung, Aversion oder Anhaftung Begierde zu geraten.
Die Schulung Deiner Gelassenheit ist demnach die Umwandlung des irrationalen Reaktionsgeistes in den kontrollierten Geistes achtsamen.
Es ist der Weg, der Dich aus der Verstrickung in Deine Gefühle führt und Dich der Befriedigung in Deine Gefühle führt.
Du bist aufgerufen, diese Unerschütterlichkeit täglich zu üben, ganz so, wie es der Buddha uns gelehrt hat.
Oder, wie Buddha es sinngemäß sagte: "Ein Mensch, der Geduld hat, kann alles erreichen.
Nichts kann ihn erschüttern, denn er weiß, dass alles seine Zeit hat."
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