Käufliche Politiker und die Lehren des Buddha
Lieber Freund, stell Dir vor, Du blickst in eine Welt, in der Entscheidungen nicht aus Weisheit, sondern aus Gier getroffen werden. Käufliche Politiker, die ihre Macht für Geld, Gefälligkeiten oder Einfluss verkaufen, sind ein Spiegel tiefen kollektiven Leidens. Im Buddhismus erkennt der Buddha dies als Ausdruck von Lobha – der Gier –, einer der drei Giftwurzeln, die alles Übel nähren. Solche Korruption verstärkt Dukkha, das Leid, nicht nur für Einzelne, sondern für ganze Gesellschaften.
Der Erhabene lehrte in den Edlen Wahrheiten, dass Verlangen die Wurzel allen Leidens ist. Käufliche Politiker verkörpern Tanha in seiner zerstörerischsten Form: den Durst nach Macht und Reichtum. Sie opfern das Wohl der Vielen für den Gewinn Weniger. Die Auswirkungen sind verheerend. In unserer Gesellschaft führt das zu wachsender Ungleichheit. Reiche Konzerne und Lobbyisten kaufen Gesetze, die Umweltzerstörung erlauben, Steuern senken oder Sozialsysteme aushöhlen. Du siehst es in steigenden Lebenshaltungskosten, während wenige profitieren. Vertrauen in Institutionen bricht zusammen. Die Bürger fühlen sich machtlos, was zu Apathie, Populismus oder gesellschaftlicher Spaltung führt. Korruption behindert echte Lösungen für Klimakrise, Armut und Gerechtigkeit. Sie vergiftet das kollektive Karma – schlechte Taten erzeugen weitere Leiden in Samsara.
Der Buddha warnte vor falscher Rede und falschem Lebensunterhalt im Edlen Achtfachen Pfad. Ein Politiker, der sich kaufen lässt, verletzt Sila, die ethische Disziplin. Er handelt aus Anatta-Illusion, als gäbe es ein separates Selbst, das auf Kosten anderer gedeihen könnte. In den Jataka-Geschichten opferte der Bodhisattva oft Reichtum und Macht für das Wohl aller Wesen. Heute fehlt genau dieses Mitgefühl (Karuna). Stattdessen regiert Anhaftung an Status und Geld, was zu Kurzfristdenken führt. Gesellschaften mit hoher Korruption leiden unter schwacher Bildung, maroder Infrastruktur und steigender Kriminalität. Du spürst die Folgen täglich: Ungerechtigkeit, die den inneren Frieden raubt.
Doch es gibt Hoffnung durch den Mittleren Weg. Der Buddha lehrte rechte Achtsamkeit (Sati) und rechte Einsicht (Panna). Du kannst beginnen, indem Du die Mechanismen der Gier erkennst – in Dir selbst und in der Gesellschaft. Meditiere über Impermanenz (Anicca): Macht und Reichtum sind vergänglich. Durch Achtsamkeit reduzierst Du Deine eigene Anhaftung und förderst ethisches Handeln. Buddhistische Prinzipien wie Dana (Großzügigkeit) und Metta (liebende Güte) können Politik transformieren. Stell Dir Politiker vor, die aus Mitgefühl handeln, statt aus Profit. Viele engagierte Buddhisten weltweit setzen sich für transparente Governance und soziale Gerechtigkeit ein.
Gesellschaftlich ruft uns der Buddhismus zur Verantwortung. Du kannst wählen, informieren, protestieren und Mitgefühl leben. Indem Du Deinen eigenen Geist reinigst, trägst Du zum kollektiven Erwachen bei. Der Buddha sagte, dass ein erleuchteter Geist die Welt erleuchtet. In einer Zeit käuflicher Politik ist der Pfad der Tugend der wahre Widerstand.
Am Ende führt die Überwindung von Gier zu Nirvana – einem Zustand jenseits aller korrupten Verlangen. Möge Du diesen Pfad der Weisheit und Ethik beschreiten und zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen. So verwandelt sich das Leid käuflicher Macht in die Chance für kollektive Befreiung.
Anekdote: König Bimbisara und sein Sohn Ajatasattu
Lieber Freund, eine kraftvolle Anekdote aus der Zeit des Buddha, die perfekt zum Thema käuflicher Politiker und Machtgier passt, ist die Geschichte von König Bimbisara und seinem Sohn Ajatasattu. König Bimbisara von Magadha war ein großer Förderer des Buddha – er schenkte ihm den Bambuswald (Veluvana) als Kloster und regierte mit Weisheit und Großzügigkeit. Er verkörperte viele der buddhistischen Ideale eines gerechten Herrschers.
Sein Sohn Ajatasattu jedoch wurde von Devadatta, einem ehrgeizigen und neidischen Cousin des Buddha, beeinflusst. Getrieben von Lobha – der Gier nach Macht – plante Ajatasattu, seinen eigenen Vater zu töten, um schneller auf den Thron zu gelangen. Als Bimbisara von den Plänen erfuhr, verzichtete er freiwillig auf die Krone, um weiteres Leid zu vermeiden, und übergab die Herrschaft an seinen Sohn. Doch Ajatasattu ließ seinen Vater dennoch einkerkern und verhungern. Später bereute er diese Tat zutiefst, suchte den Buddha auf und bekannte seine Verbrechen. Der Buddha lehrte ihn Mitgefühl und die Folgen schlechten Karmas, woraufhin Ajatasattu ein Förderer des Dhamma wurde.
Diese tragische Geschichte zeigt Dir eindrücklich die zerstörerische Kraft käuflicher oder machtgieriger Politik. Ajatasattu verkaufte seine ethischen Prinzipien für persönlichen Gewinn – genau wie heutige korrupte Politiker, die sich von Lobbyisten kaufen lassen. Die Folgen waren Leid für das ganze Königreich: Krieg, Unruhe und karmische Konsequenzen. Der Buddha nutzte solche Ereignisse, um zu lehren, dass wahre Führung aus Sila (ethischer Disziplin), Karuna (Mitgefühl) und dem Verzicht auf Gier entsteht. Sie erinnert Dich daran, dass Korruption nicht nur Einzelne, sondern ganze Gesellschaften ins Unglück stürzt.
Ein starkes Zitat, das direkt zur Gier in der Politik passt, findet sich im Dhammapada:
„Gier ist die Wurzel allen Übels. Wer von Gier überwältigt wird, kennt keine Gerechtigkeit. Wie ein brennender Wald alles verzehrt, so zerstört Gier das Wohl der Vielen.“
(Dhammapada, Verse im Kontext von Lobha und den drei Giftwurzeln, sinngemäß aus Kapitel 18 und verwandten Lehren.)
Der Buddha betonte immer wieder, dass ein Herrscher, der aus Anhaftung und Bestechlichkeit handelt, das Rad des Dhamma behindert und kollektives Leiden mehrt.
Mögest Du daraus Inspiration schöpfen, um für eine gerechtere Welt einzutreten!
Der Weg ist das Ziel
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