Die Urangst

Geschrieben am 08.08.2021
von Shaolin Rainer


Wir Menschen haben viele Ängste. Aber die ursprüngliche Furcht vor dem Tod, die ist tief in uns allen verwurzelt.

Jeder Moment könnte der letzte sein, das Leben ist nun einmal lebensgefährlich.

Sterben werden wir alle, nur bitte nicht jetzt, etwas später, aber doch nicht ich, warum nur?

Wir hoffen, dem Tod möglichst lange zu entkommen, aber wir wissen, dass er am Ende unser Schicksal sein wird. Eine unumstößliche Erkenntnis legt sich wie Blei bei manchen auf das Gemüt.

So ist das Sterben immer ein Teil des Lebens, die einen kommen, die anderen gehen. Durch unsere ständige, unterbewußte Angst vor dem Sterben, werden wir auch konstant an unser Schicksal erinnert.



Da hilft es natürlich, sich von der Endlichkeit des eigenen Daseins abzulenken. Alkohol, Drogen, Exzesse, jedes Mittel ist recht um zu betäuben, um von der harten Wirklichkeit des menschlichen Schicksals etwas Abstand zu gewinnen. Wenn man benebelt ist, dann gelingt dies auch, jedenfalls für kurze Zeit. Aber um welchen Preis?

Diejenigen unter uns, die „Erleuchtung“ erfahren haben, die haben keine Angst mehr vor dem Sterben. Für diese Menschen macht der Zeitpunkt des Ablebens keinen Unterschied, da sie verstanden haben, dass sie zu Staub zerfallen werden, dass sie alles verlieren müssen, sie NICHTS halten können.

Da alles vergänglich ist, spielt auch der Zeitpunkt des Sterbens keine Rolle mehr, es kommt, wie es kommen muss.



Aus Gründen der Evolution ist Angst ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, sie warnt uns vor Gefahren.

Aber es ist eine Gewissheit, dass wir sterben, davor generell Angst zu haben, das ist unsinnig.

Natürlich macht es Sinn, vorsichtig durch das Leben zu gehen, es gibt überall genug Begebenheiten, vor denen man ganz reale Ängste haben muss.

Aber eine pauschale Angst vor dem Sterben, das beschwert unser Leben sehr, ist kontraproduktiv, und es führt zu nichts.

Diese Angst vor dem Tod ist die Urangst aller Menschen, es könnte jetzt gleich das letzte Stündlein schlagen.​



Wenn Sie solche Ängste spüren dann ist es an der Zeit, über die Lehre Buddhas, und über die „Erleuchtung“ als deren Kernaussage, nachzudenken.

Schließen Sie Frieden mit ihrem Schicksal, finden Sie Ruhe in ihrem Zentrum, sammeln Sie ihre Energie in ihrer Mitte.

Buddha finden Sie bei sich selbst, nicht außerhalb.
Die Gewissheit, dass einfach NICHTS von uns bleiben wird, daraus folgt, dass wir RUHE finden müssen, da wir ja sowieso NICHTS ändern können.

Lassen Sie los, ihr Karma hält dann große Überraschungen bereit.



Am Anfang steht die alles entscheidende Frage: „wer bin ich“?

Wenn Sie sich für den Weg Buddhas entscheiden, dann beginnt das „Loslassen“ von ganz alleine. Echte, ganz persönliche Freiheit ist eine natürliche Folge ihrer Entscheidung.

Egal wie ihre Vorgeschichte war, vom Moment der Entscheidung an wird alles völlig anders.

Ihr Geist findet seinen Weg, der Körper wird folgen.​

Und der Weg ist das Ziel!


Es gibt nur zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann; nicht den ganzen Weg gehen und nicht anfangen

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Freundschaft bedarf keiner Worte - sie ist Einsamkeit, frei von der Angst der Einsamkeit

- Dag Hammarskjöld - Bis zu seinem Tode 1961 der zweite Generalsekretär der Vereinten Nationen - 1905 bis 1961

Setze dich deiner tiefsten Angst aus. Danach hat die Angst keine Macht mehr über dich und die Angst vor Freiheit schrumpft und verschwindet. Du bist frei

- Jim Morrison - US-amerikanischer Rock n Roll-Sänger und Lyriker - 1943 bis 1971

 



Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber

- Paul Ernst - Deutscher Schriftsteller und Journalist - 1866 bis 1933

Sicherheit erzeugt Angst vor dem Unsicheren

- Elfriede Jelinek - Österreichische Schriftstellerin - geboren 1946

Angst ist immer das Ergebnis einer Abkehr vom Jetzt

- Fritz Perls - Psychiater und Psychotherapeut - 1893 bis 1970



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