Die kleine Sonne in uns

Geschrieben am 01.12.2020
von Shaolin Rainer


Die alten Ägypter vor ca. 4500 Jahren glaubten, dass jeder Mensch eine kleine Sonne in sich trägt. Buddha lehrte, dass ein jeder Mensch selbst ein Buddha werden kann, da er die „Buddha-Natur“ in sich trägt.

Die altägyptische Religion beeinflusste den christlichen Glauben zum Teil sehr stark, Auferstehung, Jungfrauengeburt und die Heilige Dreifaltigkeit gab es bereits im alten Ägypten. Wichtige Geschichten der Bibel spielen bei den Pharaonen, die Verbindungen sind reichhaltig, große Teile unserer heutigen Kultur bauen in ihrem Ursprung auf einer alt-ägyptischen Ur-Weisheit auf.



Der Kult um den Tod der Pharaonen prägte die Geschichte des Abendlandes, die Faszination, die gerade die Mumien in Europa auslöste, ist nie mehr vergangen. Der biblische Monotheismus könnte seinen Ursprung im Kult um die Sonne und um den Pharao Echnaton haben.



Wenn die Mythologie der Ägypter einen starken Einfluss auf die Europäer ausübte, dann könnten Teile der alt-ägyptischen Vorstellungswelt auch einen Einfluss auf die Glaubenswelt der Asiaten gehabt haben. Hartnäckig hält sich die Auffassung, dass der Kampfsport erst durch Alexander den Großen und seinen Kriegern nach Asien gekommen sei; als König der Makedonen marschierte er 332 vor dem Jahr Null in Ägypten ein, sechs Jahre später führte er dann den Indien-Feldzug.

Da war der historische Buddha Siddhartha Gautama zwar bereits über hundert und siebzig Jahre verstorben, es fragt sich aber, ob durch kulturellen Austausch vielleicht schon früher Altägyptische Vorstellungen auch in die indische Glaubenswelt ihren Einzug hielten. Jedenfalls kam der ägyptische Einfluss dann durch die Feldzüge des Alexander auch über die historischen Nachfolger des Buddhas. Da die Worte Buddhas erst lange Zeit nach seinem Tod niedergeschrieben wurden ergibt sich wenigstens die Möglichkeit, dass die verschiedenen Kulturen hier teilweise vermengt wurden.



Nach der Seelenvorstellung der alten Ägypter bedeutete der Tod eines Menschen ein neuer Anfang. Hier drängen sich durch die Annahme eines vergöttlichten „Ach-Wesens“ Parallelen zur Lehre der „Erleuchtung“ auf, der Ägyptische Glaube an die Wiedergeburt ließ die Menschen unglaubliche Leistungen vollbringen. Die Wiedergeburt ist ein zentrales Element des Buddhismus.

Die Bezeichnung des Pharaos war „Sohn des Re“ (Sohn der Sonne). Jeder Ägypter hatte nach der damaligen Vorstellungswelt eine kleine Sonne in sich, die es zu pflegen und zu bewahren galt. So wie in der Philosophie Buddhas die "Erleuchtung" in jedem von uns liegt, nur entdeckt werden muss.



Unstreitig sind alle Kulturen dieser Welt mehr oder weniger miteinander in Berührung gekommen, Mythologien und Glaubenssätze wurden durchmischt. So forschte bereits der Orientalist Professor Dr. Peter von Bohlen über eine entsprechende Vermischung der Religionen.

Nach dem Lehrer aller Lehrer gab es vor ihm (und natürlich auch nach ihm) „erleuchtete“ Menschen, die Ursprünge dieser Weltanschauung liegen vielleicht weit zurück in der Geschichte der Menschheit.

Die kleine Sonne in jedem von uns gilt es wieder zu finden, in jedem Leben neu zu entdecken.

So wie die „Erleuchtung“, die das zentrale Element der Lehre Buddhas darstellt.



Ich bin das Gestern, das Heute und das Morgen, und ich habe die Macht, auch ein zweites mal geboren zu werden.
Ich bin die göttliche, verborgene Seele, die die Götter schuf und die Bewohner der Tiefe, des Ortes der Toten und des Himmels versorgt

Ägyptisches Totenbuch - Altägyptische Sammlung von Sprüchen, die sich auf das Leben nach dem Tod beziehen - ab ca. 2500 vor dem Jahr Null

Was man benennen kann, das kann man wissen, was man aber nicht benennen kann, das muß man leben und glauben

Ägyptisches Totenbuch -

Ein Mensch, der sein Ende kennt, spürt das Leid von morgen, aber die Freude von heute. Er schaut zum Himmel und lebt ohne Reue. Er trauert, denn deshalb ist er ein Mensch. Er wird das Herz und die Zunge Gottes. Aus der Sterblichkeit schafft er etwas Unsterbliches

Ägyptisches Totenbuch -



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