Buddhismus und der "rechte" Lebenserwerb

Geschrieben am 06.06.2021
von Shaolin Rainer


Der "rechte" Lebenserwerb steht auch im Buddhismus im Fokus der Lebensführung.

Doch was ist „rechter“ Lebenserwerb?

Ich kenne Menschen, die haben viel Geld geerbt. Seitdem haben sie nicht mehr gearbeitet und sind über alle Maßen gelangweilt, beschäftigen sich mit Nebensächlichkeiten, gehen ‚shoppen‘, vergeuden ihr Geld für Luxus, Amüsement, Alkohol und Drogen. Sie sind meist schlecht gelaunt, haben keinen Antrieb und definieren sich nur über materielle Dinge.

Dann kenne ich andere Menschen, die (trotzdem sie fleissig arbeiten) nie wirklich Geld haben, aber immer gut gelaunt sind, Stolz in ihre Arbeit legen, pflichtbewußt und pünktlich auftreten.



Generell ist zu sagen, dass rechter Lebenserwerb aus einer Einkommensquelle stammen muss, die nicht zum Nachteil oder zur Unterdrückung anderer Menschen führt. 

In der heutigen Zeit ist es allerdings sehr schwer genau abzugrenzen was anderen Menschen oder Lebewesen schadet und was nicht. 

Der Metzger, der am laufenden Band Tiere schlachtet, um damit die Menschheit mit Essen zu versorgen, schadet er anderen Lebewesen, oder führt er nur die Arbeit für die  Allgemeinheit aus?

Der Rechtsanwalt, der schuldige Straftäter verteidigt und für sie einen Freispruch erwirkt, schadet er den Menschen?

Der Politiker, der Dinge tut nur um wiedergewählt zu werden, was ist mit ihm?



Meine Meinung ist, dass jeder Mensch für sich selbst am besten weiß was er tut, welche Konsequenzen seine Handlungen für andere Menschen und Lebewesen haben. Jeder sollte seine Arbeit selbst bewerten, fair sich eingestehen was er tut.

Als Buddhist sollte man sich darüber klar werden, dass es kein „Schwarz“ und „Weiß“ geben kann, auch nicht bei unserer Arbeit; alles ist „Grau“. Nur „gut“ gibt es nicht, auch nur „schlecht“ ist nicht möglich.



Wenn man Bilanz über sein Tun zieht, dann sollte die gute Seite überwiegen, man sollte versuchen „hauptsächlich“ Gutes zu tun.

Arbeit gehört zum Leben, ohne sie wird es schnell langweilig; eine sinnvolle Beschäftigung ist sehr wichtig, hält uns „über Wasser“.

 



Glück kommt, wenn deine Arbeit und deine Worte anderen von Nutzen sind

- Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung

- Albert Einstein - Der bedeutendste theoretische Physiker der Wissenschaftsgeschichte - 1879 bis 1955
 
Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, um so besser wird sie bezahlt

- Mark Twain - Amerikanischer Schriftsteller - 1835 bis 1910



Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit. Und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe

- Khalil Gibran - Libanesischer Künstler und Dichter - 1883 bis 1931

Durch das Zuviel-Arbeiten sündigt man am Leben und an der Arbeit selber

- Paula Modersohn-Becker - Deutsche Malerin des Expressionismus - 1876 bis 1907

In der bürgerlichen Gesellschaft ist die lebendige Arbeit nur ein Mittel, die aufgehäufte Arbeit zu vermehren. In der kommunistischen Gesellschaft ist die aufgehäufte Arbeit nur ein Mittel, um den Lebensprozeß der Arbeiter zu erweitern, zu bereichern, zu befördern

- Karl Marx - Säulenheiliger aller Schnorrer und Faulenzer - 1818 bis 1883



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