Geschlossene Augen

Geschrieben am 11.06.2021
von Shaolin Rainer


Schließe die Augen
.... was Du dann siehst, gehört Dir!

Viele Menschen definieren sich über das, was sie besitzen, was sie kaufen, was sie nach außen darstellen.

Das ist verständlich, ist doch das Innere nicht „herzeigbar“ und kann auch nur schwer erklärt oder gar dargestellt werden.

 



Als Buddhist ist es gerade nicht das Äußere, über das wir uns finden, sondern unsere inneren Werte zählen, wie etwa Mitgefühl, Liebe und Verständnis.

Wenn wir von dieser Erde gehen, können wir nichts mitnehmen, daher gehört uns auch nichts. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Wir haben die Dinge nur geliehen, sie gehören uns nicht, alles was wir „unser“ nennen, gehört uns nicht, wird verfallen, wird in tausenden von Jahren so wie wir zu Staub.

Wenn wir die Augen schließen, was sehen wir dann?

Nichts

Und genau das gehört uns, nichts.


Wenn wir uns diese Tatsache vergegenwärtigen, dann bleibt ja nur eine wirkliche Lösung, nämlich, uns um unser Inneres zu kümmern.

Dabei bietet es sich doch an, es einmal mit der Lehre Buddhas zu versuchen. Was machte diese Weltsicht so stark, dass sie von den Menschen über 2500 Jahre weitergegeben wird? Was machte diesen jungen indischen Prinzen zum Vorbild für Millionen, seit Jahrtausenden zu einem Idol?

Der historische Buddha hat „Erleuchtung“ gefunden, er ist „erwacht“.​



Nachdem er seinen meditativen Übungen nach sechs Jahren aufgab, sich erschöpft damit abgefunden hatte „Erleuchtung“ nicht zu erfahren, genau dann ist er „erwacht“.

Erleuchtung“ ist das Ziel eines jeden Buddhisten.

Und „Erleuchtung“ ist kein exklusives Recht des historischen Buddha, nach seinen Worten ist das „Erwachen“ in uns allen angelegt, aber ist „verschüttet“, jedoch noch immer da, in uns.

Lassen Sie uns gemeinsam danach suchen, in unserem Inneren.​

Der Weg ist das Ziel!



Zweifel an allem. Finde dein eigenes Licht

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein

- Mahatma Gandhi - Indischer Rechtsanwalt - 1869 bis 1948

Soll mein Auge die Farbe sehen, so muss es ledig sein aller Farbe. Sehe ich blaue oder weiße Farbe, so ist das Sehen meines Auges, das die Farbe sieht - ist eben das, was da sieht, dasselbe wie das, was da gesehen wird mit dem Auge. Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht; mein Auge und Gottes Auge, das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben

Eckhart von Hochheim - Thüringischer Theologe und Philosoph des Spätmittelalters - 1260 bis 1328



Küss mich mit deinen Augen

- Andy Warhol - Amerikanischer Grafiker, Künstler, Filmemacher und Verleger - 1928 bis 1987

Schaue jemandem in die Augen und du begegnest ihm

- Anke Maggauer-Kirsche - Deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin - geboren 1948

Man soll ebensowenig nach den Augen heiraten wie nach den Fingern

- Plutarch - Griechischer Schriftsteller - 46 bis 127



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