Die Erkenntnis muss wachsen

Geschrieben am 29.07.2021
von Shaolin Rainer


Von - Aristoteles - stammt dieser Satz: Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.

Eine organische Abstraktion des Seins bringt eine beredte Sprache, gigantische Gedanken, eine Menge an Fragen, Fragen über Fragen! Traurig, zu hektisch, alles geht zu schnell?

Nachfragen an mein Ich, Zweifel, wie kann das sein?



Und überhaupt, warum, illusorischer Komfort, perverser Stillstand in der Einsamkeit der Gedanken? Wenn ich von einer Idee Kenntnis erhalte, dann zweifle ich zuerst, ich „kaufe“ keine Geschichten von höheren Mächten, wenn ich die Perspektive ändere, dann komme ich zu anderen Kausalitäten, die Geschichte wäre anders verlaufen, was wäre gewesen wenn?

Kolumbus segelte irrtümlich nach Westen und fand den Osten!



Wenn Sie morgen etwas entscheiden müssen, denken Sie an die Entdeckung Amerikas, "gut" ist nicht immer "gut", "schlecht" kann auch schnell zu wunderbaren Dingen führen, "gut" kann ein Desaster werden, wer weiß schon was morgen sein wird.

Wächst Ihre ERKENNTNIS vom Wesen der Dinge?

Erkennen Sie?



Dinge, die wichtig sind, die Menschen und Begebenheiten, die ihr Umfeld prägen, ausmachen, erfüllen?

Wissend anstatt unwissend?

Der Lehrer aller Lehrer sagte: Nur wenige sehen ein, dass Dulden auch geduldig macht! Die Philosophie Buddhas, da können schon Zweifel auftauchen. Die Erkenntnis muss wachsen, sind die Worte des heiligen Mannes aus längst vergangenen Tagen. Aber heute ist auch gestern, morgen ist auch schon fast vorbei, alles fließt jetzt, und auch übermorgen ist schon bald wieder Vergangenheit.



Zweifeln Sie nicht, in der Hässlichkeit unseres Daseins liegt dennoch unglaubliche Schönheit.

In meinem Kulturkreis sind die Menschen humanistisch geprägt, Zweifel sind erlaubt, die Erkenntnis muss wachsen, Kultur wächst aus Geschichte!

Es sterben so viele Lebewesen, wie solche geboren werden!

Dumm gelaufen!​ Der Weg ist das Ziel!



Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Wehklage, Schmerz, Unmut und Unrast sind Leiden; die Vereinigung mit Unlieben ist Leiden; die Trennung von Lieben ist Leiden; was man wünscht, nicht zu erlangen, ist Leiden, kurz gesagt, die fünf Arten des Festhaltens am Sein sind Leiden

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Es ist kurzsichtig anzunehmen, dass man ›Lösungen‹ für Menschen hat, an deren Leben man nicht teilnimmt und deren Probleme man nicht kennt

- Paul Feyerabend - Österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker - 1924 bis 1994

Alles Erkenntnis setzt Verstand voraus

- Immanuel Kant - Deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung - 1724 bis 1804



Nur dem, der Glück verachtet, wird Erkenntnis

- Georg Trakl - Österreichischer Dichter des Expressionismus - 1887 bis 1914

Dem alles wohl gelingt in seinem Leben, für den hat bald der Weltkreis nicht mehr Raum. Besitze nur, und bald wirst du entbehren

- Friedrich von Schiller - Deutscher Dichter - 1759 bis 1805

Der erste Schritt ist die Erkenntnis: Nichts stimmt mehr

- Heidi Schüller - Deutsche Weitspringerin - geboren 1950



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