Ist das Leben nur ein Traum?

Geschrieben am 04.08.2021
von Shaolin Rainer


Könnte es sein, dass das Leben nur ein Traum ist, und wir aus diesem Traum erwachen könnten?

Bedeutende buddhistische Texte deuten darauf hin, wichtige Chan-Meister weisen immer wieder auf die Surrealität unserer Gedanken hin.

#Es stellt sich dabei die Frage: „wer bin ich“? „Ist dies mein Körper oder bin ich in meinem Körper“? „Und wenn es nur „mein Körper“ ist, wo bin dann ich“? 



Wirklich verstehen werden diese Fragen nur die Menschen, die „erwacht“ sind, denn sie kennen die Realität, nicht den Traum, den wir als Realität empfinden.

Das Leben ist wie eine „Sitcom“, eine Projektion des eigenen Geistes. Das Drehbuch und die Schauspieler stehen fest, Episode auf Episode wird abgedreht, Liebe, Hass, Gier, Verblendung sind die üblichen Zutaten einer guten „Fernsehshow“. Unser Leben steht geschrieben, wir können wenig oder nichts daran ändern.



Viele Dingen können wir geniessen (wie etwa Horrorfilme), weil wir wissen, dass sie nicht echt sind.

Mit Ängsten, Feindbildern und Sorgen geht es uns auch so, bis wir merken, dass auch diese unecht sind, dann endlich stehen wir „darüber“.

Unser Geist ist wie ein Projektor, wir versuchen etwas am Bild zu ändern weil uns der Film nicht gefällt, anstatt am Projektor nach zu justieren.



In meinem Traum bin ich „alles“, im Prinzip sehe ich nur mich selbst, in jeder Situation. Erst wenn ich aus dem Traum erwache, erfahre ich die Wirklichkeit.

Wann und wie weiß ich, dass ich nicht mehr am träumen bin? 

Wenn man im Augenblick lebt und nicht mehr in der eigenen Welt, wenn der Geist einen nicht mehr gefangen hält, wenn der Gedanke aus dem „Gedankenkarussel“ entlassen wird, Sorgen und Dinge, die uns unter Stress halten, von uns abfallen, dann bin ich in der Wirklichkeit angekommen, sehe endlich hinter die Kulissen.​



Es gibt also keine Feinde ausserhalb von mir, was ich als Feindbild erfahre, ist die Projektion meines eigenen Geistes.

Wollen Sie einmal aus dem Traum erwachen?

Der historische Buddha ist erwacht, er erfuhr „Erleuchtung“. Sein Vorbild ist uns Inspiration. Er schaffte es hinter den Traum zu blicken, die Illusion seines eigenen „Ichs“ mit seinem verwunschenen Ego zu zerschlagen. Und damit wurde er für Millionen Menschen zum Idol.

Auch eine grosse Reise beginnt mit einem kleinen Schritt. 

Wollen wir losgehen?​

​Der Weg ist das Ziel!



Ihr selbst müsst euch Mühe geben, ich weise nur den Weg

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?

- George Bernard Shaw - Irischer Dramatiker - 1856 bis 1950

Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, als es scheint

Friedrich Hebbel - Deutscher Dramatiker und Lyriker - 1813 bis 1863



Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen

- Antoine de Saint-Exupéry - Französischer Schriftsteller - 1900 bis 1944

Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche

Dietrich Bonhoeffer - Lutherischer Theologe - 1906 bis 1945

Es ist der Traum jeder Frau, der Traum eines Mannes zu sein ...

Barbra Streisand - US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin - geboren 1942



Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Danke, dass Sie Buddha-Blog lesen. Ist Ihnen aufgefallen, dass hier keine externe Werbung läuft, dass Sie nicht mit Konsumbotschaften überhäuft werden?

Möchten Sie dem Autor dieses Blogs für seine Arbeit mit einer Spende danken? Der Betrieb dieser App (und der zugrunde liegenden Webseite https://shaolin-rainer.de) erfordert bis zu € 3000 im Monat.

Unterstützen Sie mich, beteiligen Sie sich an den umfangreichen Kosten dieser Publikation. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir für den Buddhismus leisten (mein Team und ich), auch weiterzuführen.

Via PayPal (hier klicken)

oder per Überweisung:

Kontoinhaber: Rainer Deyhle, Postbank, IBAN: DE57700100800545011805, BIC: PBNKDEFF

1000 Dank!