Das Entsetzen macht uns grausam

Geschrieben am 17.08.2021
von Shaolin Rainer


Viele Ereignisse auf dieser Welt sind entsetzlich anzusehen, Horror und Schrecken begleiten den „Homo Mediales“, den in einer multimedialen und virtuellen Weltdauerpräsenz lebenden modernen Menschen.

Elend und Gewalt um uns herum, im TV, im Internet, in den Medien, in Computerspielen; überall Blut, Tote, Verletzte, Viren, Krankheiten, Diktatoren, Bürgerkriege, Unruhen, Lügen, Betrügereien, Mobbing, Mord, Totschlag, Alkohol, Drogen, Medikamentenmissbrauch, Vergewaltigungen, Katastrophen; die Menschheit ist am Rande des Bösen angekommen, die Dämonen, die gerufen wurden, sind jetzt unsere neue Realität. Die Infektion breitet sich schnell aus, bald sind wir von den Mächten der Finsternis vollständig durchdrungen.



Wir brauchen Hilfe, denn unsere Gesellschaft ist schwer erkrankt, die Menschheit ist der Komplize der Dunkelheit geworden. Wie können wir diese Dämonen wieder vertrieben, das Böse zurückdrängen? Wo bleibt die „gute“ Energie, die „positiven" Schwingungen, die eine gewisse Form der Normalität herbeiführen könnten?

Das ständige Entsetzen stumpft uns ab, STÄNDIG werden wir mit Ängsten konfrontiert, wir verrohen innerlich.

Und wenn wir solche Zustände dann in der Folge als neue Normalität begreifen, dann wird sich unsere Wertvorstellung daran anpassen, wir selbst werden grausam, Mitgefühl, Achtsamkeit und menschliche Werte verschwinden im Nichts. Es scheint ja so sein zu müssen, wir sehen es überall, offensichtlich ist Horror und Schrecken, gepaart mit Grausamkeiten, jetzt unser aller Leben.



Doch die „Heilung“ von diesen Zuständen ist ebenfalls irgendwo hier, ist bereits auf dieser Welt, wartet auf uns!

Sie glauben vielleicht nicht an das was ich tue, „Buddhismus“ ist nicht jedermanns Sache! Aber ich weiß, dass eine Besserung nur aus uns heraus entstehen kann. Wir, die Mitglieder der Gesellschaft, müssen diesen unheilvollen Weg verlassen, uns dem „Guten“ wieder zuwenden.



In unserer neuen Normalität ist alles um uns herum in Bewegung, was früher eine Gewissheit war ist heute schon im Nebel der Vergangenheit untergegangen. Die Worte Buddhas finden aber neuerlich Gehör, die Gesellschaft sehnt sich nach Normalität, Beständigkeit und Frieden. Wer sich die Lehre Buddhas zu eigen machen will muss zuerst Ruhe und Stille finden.

Lassen Sie sich nicht beirren, gehen Sie ihren Weg, Achtsamkeit ist das neue „Sexy“, nicht  „Elend und Gewalt“.​

Der Weg ist das Ziel!



Möge meine Haut schrumpfen und meine Hand verdorren, mögen meine Gebeine sich auflösen – solange ich nicht die letzte Erkenntnis gefunden habe, werde ich mich nicht von der Stelle rühren

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Die Grausamkeit gehört zu den ältesten Festfreuden der Menschheit. Folglich denkt man sich auch die Götter erquickt und festlich gestimmt, wenn man ihnen den Anblick der Grausamkeit anbietet. Und so schleicht sich die Vorstellung in die Welt, daß freiwillige Leiden, die selbsterwählte Marter einen guten Sinn und Wert haben

- Friedrich Wilhelm Nietzsche - Deutscher Philosoph - 1844 bis 1900

Das Unvorstellbare entzieht sich unserem Gedächtnis, und das ist auch gut so, aber einmal, glaube ich, muss das Entsetzen uns erreichen, sonst gibt es kein weiter

- Max Frisch - Schweizer Schriftsteller  - 1911 bis 1991



Was bei der Jugend wie Grausamkeit aussieht, ist meistens Ehrlichkeit

Jean Cocteau -  Französischer Schriftsteller, Filmregisseur und Maler - 1889 bis 1963

Zu den Steinen hat einer gesagt: 'Seid menschlich.' Die Steine haben gesagt: 'Wir sind noch nicht hart genug

Erich Fried - Österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist - 1921 bis 1988

Es gibt eine Menge Dinge in der Welt, die ich gerne anders hätte, als sie in Wirklichkeit sind; aber in einer Welt ohne Böses würde das Leben nicht lebenswert sein

Thomas Stearns Eliot -  Englischsprachiger Lyriker, Dramatiker und Kritiker, der als einer der bedeutendsten Vertreter der literarischen Moderne gilt. Im Jahr 1948 wurde er mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet - 1888 bis 1965



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