Diäten

Geschrieben am 10.09.2021
von Shaolin Rainer


Ja, viele Menschen sind zu dick, sind aufgedunsen und unsportlich; Dicke können sich nur schwer bewegen, sie sind kurzatmig, ihr Leben ist deutlich erschwert.

Fleischbergen gleich walzt der moderne Mensch durch die Betonwüsten der Städte, der nächste Supermarkt ist erfreulicherweise gleich ums Eck, Döner macht schöner, rettet die Erde, jedenfalls solange es noch Schokolade gibt.

Süßigkeiten stellen keine dummen Fragen, Du und ich, Hand in Hand, auf dem Weg zum Dönerstand! Ich bin auf dem Boden vor dem Fernseher aufgewacht, dann eben Frühstück im Bett!



Die Ernährung in der „zivilisierten“ Welt ist zumindest fragwürdig, schnell etwas zu essen "auf die Hand“, und weiter geht es im Großstadtdschungel, sich etwas zu kochen ist nicht modern, heute macht "man" das Fertigprodukt eben nur noch schnell mal „warm".

Das Resultat sind ganze Armeen von Fettleibigen, die erstaunlicherweise alle über Knieprobleme, Diabetes, Bluthochdruck und alle möglichen anderen Wohlstandskrankheiten klagen. Wer hätte gedacht, dass "man" sich kann krank essen kann? JA, kann man.

Kalorien sind die kleinen Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen. Morgens ist dann die Hose zu eng.



Wie wirkt sich der Überfluss an Essen auf uns Menschen aus?

Eine Untersuchung der University of Maryland hat mich sehr beeindruckt. Hierbei teilten Forscher Affen in verschiedene Kontrollgruppen auf; in der einen Gruppe durften sie fressen wieviel sie wollten, die andere Gruppe hatte eine „Kalorienrestriktion“. Die Affen auf „Dauerdiät“ profitierten enorm, ein Männchen der Diät-Affen hält sogar den Langlebigkeitsrekord seiner Art.

Die Affen, die auf Diät gesetzt wurden, litten erheblich seltener an Arthritis und Osteoporose, Herz-Kreislauf-Problemen und Krebs.

Während in der Diät-Gruppe fast alle Affen gesund alterten, litten die „normal“ lebenden Tiere unter allen nur erdenklichen Wohlstandskrankheiten.

Ähnliche Versuchsreihen mit Ratten zeigten die selben Ergebnisse.



Julie Mattison vom National Institute on Ageing in Baltimore, die eine der Studien geleitet hat, sagte dazu folgendes: „Ich denke, es wird niemanden überraschen, dass die Ernährung eines Menschen seine Gesundheit und die Lebensspanne beeinflusst. Die Ergebnisse der beiden Studien verdeutlichen diesen Zusammenhang und sie zeigen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, was man isst, sondern dass es Vorteile bringt, nicht zu viel zu essen. Egal, ob es eine westliche Kost mit viel Fett und Zucker ist oder eine gesündere, wie in der NIA-Studie. Vielleicht lebt man nicht länger mit dieser Ernährung, aber sie ist in jedem Fall besser für die Gesundheit.“

Ich für meinen Teil lebe seit langer Zeit nach einem strikten Essprogramm. Meiner Figur tut das gut, Disziplin und Beharrlichkeit zahlen sich aus. Buddha übrigens lebte sein Leben in Askese und Mäßigung.

Das Leben ist nach Buddha nur ein Traum. Gleichwohl fragt sich, wie wir die Gegenwart bewältigen wollen? Gesund und fit, oder krank und mühselig?

Es geht nicht darum, dass das Leben bis zur Unendlichkeit verlängert wird, sondern darum, die Zeit gesund und vital zu erleben, das ist ein großer Unterschied.

Der Weg ist das Ziel!


Wenn nicht das Auge, nicht die Form auch nicht das Bewußtsein vorhanden ist, ist es unmöglich Kontakt aufzunehmen

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Morgen nennt man den Tag, an dem die meisten Fastenkuren beginnen

Gustav Knuth - Deutscher Schauspieler - 1901 bis 1987

Diät ist Mord am ungegessenen Knödel

Wiglaf Droste - Deutscher Schriftsteller- 1961 bis 2019



Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt der für mich die Diät beurteilt, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen

Immanuel Kant - Deutscher Philosoph - aus die „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ von 1755 - 1724 bis 1804

Ein fetter Bauch bringt keine zarten Empfindungen hervor

- Hieronymus - Kirchenvater, Heiliger, Gelehrter und Theologe der alten Kirche - 345 bis 420

kämpfen und zu fett, um zu laufen

- Elbert Hubbard - US-amerikanischer Schriftsteller und Verleger - 1856 bis 1915



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