Der Prinz und das Bettelkind

Geschrieben am 20.09.2021
von Shaolin Rainer


Buddhistische Betrachtungen des Lebens

Kennen Sie Mark Twain? Im Jahr 1881 schrieb der englische Autor eine historischen Roman über zwei Knaben, die sich unglaublich ähnlich sahen, und auch am selben Tag geboren worden waren. Einer war ein Bettelkind (Tom), der andere der Sohn des Königs von England (Edward).

Die Kindheit von Tom war furchtbar, sein Vater war arm, brutal und ein Krimineller. Er lernte trotz aller Schwierigkeiten Lesen und Schreiben, träumte von einem Leben als Prinz, inspiriert durch einige Bücher.

Edward dagegen wuchs behütet und ohne Sorgen auf, er lebte im Palast seines Vaters. Die Welt stand ihm offen, das Königreich lag ihm zu Füßen.



Zufällig treffen sich die beiden ungleichen Kinder am Palast. Aus einer Laune heraus tauschen sie die Kleider. Nun wird Prinz Edward für den Bettler gehalten und sogar aus dem Palast geworfen; der Betteljunge Tom wird nach dem Tod des Königs auf die Krönung vorbereitet, während der Prinz die harte Realität der Straßen von London kennen lernt.

Beide beteuern immer wieder die Verwechselung, doch niemand glaubt ihnen, man hält sie für verrückt. Prinz Edward muss sogar ins Gefängnis, wo er die Ungerechtigkeit der damaligen Zeit mit voller Härte zu spüren bekommt.



Am Tag der geplanten Krönung des Bettelkindes löst sich die Verwechslung auf, der wahre Prinz wird zum König, Tom erhält die Gunst des neuen Königs. Die Erfahrungen als Bettelkind machten aus Edward einen guten König.

So, wer wollen Sie sein? Prinz oder Bettelkind?

Oder wollen Sie erkennen WER Sie wirklich sind?



Wenn Sie in dieser Situation wären, was wäre Ihre Wahl, was würden Sie tun?

Die Menschen haben keine Ahnung wer sie wirklich sind!

Das Schicksal kann uns von einem Moment zum anderen in eine komplett neue Situation bringen, Ereignisse können unser Leben in wenigen Augenblicken völlig auf den Kopf stellen.

Wichtig ist, dass wir das Leben so nehmen wie es kommt.



Zu fragen: „warum ich?“, „wieso passiert das mir?“ ist völlig nutzlos.

Haben Sie sich schon einmal vorgestellt mit Jemandem das Leben zu tauschen? Wie schön wäre es wenn Sie „ein bekannter Schauspieler“ wären, oder ein „Lottogewinner“.

Reiche Menschen träumen von einem Leben ohne Verantwortung, Arme von einem Leben als „Prinz". 

"Was wäre wenn“ bringt uns nichts, wir müssen unser Leben leben, das Denken unseres Egos führt zu nichts, wir müssen das Ego „zum Schweigen“ bringen.

Haben Sie einmal über „Erleuchtung“ nachgedacht?

Der Weg ist das Ziel!

Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinzipien

Oscar Wilde - Irischer Schriftsteller - 1854 bis 1900



Derjenige ist fähig, wer glaubt, dass er fähig ist

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Wie wunderbar es ist, dass niemand einen Moment warten muss, bevor er anfängt, die Welt zu verbessern

- Anne Frank - Opfer des Holocaust und Tagebuch-Autorin - 1929 bis 1945

Anders als beim Schach geht das Spiel im Leben nach dem Schachmatt weiter

- Isaac Asimov - US-amerikanischer Biochemiker und Science-Fiction-Schriftsteller - 1920 bis 1992



In drei Worten kann ich alles, was ich über das Leben gelernt habe, zusammenfassen: Das Leben geht weiter

- Robert Lee Frost - US-amerikanischer Dichter und Pulitzerpreisträger - 1874 bis 1963

Auch des Feindes Auge wird mit der Zeit blind

- Sunzi - Chinesischer General und Militärstratege - 543 -bis 495 vor dem Jahr Null

Die Erde ist ein Ganzes. Die Menschheit ist ein Ganzes. Der Kosmos ist ein Ganzes. Und ich selbst bin dies Ganze

- Carlos Castaneda - US-amerikanischer Ethnologe und Schriftsteller - 1925 bis 1998



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