Buddhismus und die Fahne

Geschrieben am 01.10.2021
von Shaolin Rainer


Vom Patriarchen Hui Neng ist folgende Geschichte überliefert:

Als junger Mann kam er an einem Kloster vorbei, zwei Mönche standen vor einem Fahnenmast und stritten sich.

Der eine Mönch sagte zum anderen: „Die Fahne bewegt sich“.



Darauf erwiderte der andere Mönch: „Nein, der Wind bewegt sich“.

Hier zeigt sich wie wir denken, unser Stil, „Ja oder Nein“, „Schwarz oder Weiß“.

Der eine Mönch sieht die Fahne, die sich bewegt.

Der andere Mönch sieht was viele Menschen nicht sehen, den Wind, der sich bewegt, und deshalb die Fahne in Bewegung versetzt.

Und dann kam der weiße Hui Neng, der den beiden Mönchen zurief: „Nein, euer Geist bewegt sich“!



Fahne, Wind oder Geist, was ist jetzt richtig?

Das ist jetzt das richtige Thema um das Ego zu befragen: „Fahne, Wind oder Geist“?

Jenseits von „Ja“ oder „Nein“, von „Schwarz“ oder „Weiß“, jenseits des Egos!

Der Weg ist das Ziel!



Verweile in Mitgefühl für das Wohlergehen der Mitmenschen

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

Es hebt die Freiheit siegend ihre Fahne

- Friedrich Schiller - Deutscher Dramatiker - 1759 bis 1805

Wenn die Fahne fliegt, ist der Verstand in der Trompete

- Russisches Sprichwort -



Wenn die Fahnen wehen, rutscht der Verstand in die Trompete

- Herta Müller - Rumäniendeutsche Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin - geboren 1953

Viele schmutzige Hände haben mit Schönheit gespielt und sie auf ihre Fahnen geschrieben. Am liebsten möchte ich diese Hände abhacken, denn ich glaube wirklich an diese Fahne… der Unterschied ist, daß Kunst Schönheit ist

- John Cage - US-amerikanischer Komponist - 1912 bis 1992

Pflanzt die schwarz-roth-goldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freyen Menschthums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt Euch, ich liebe das Vaterland eben so sehr wie Ihr

- Heinrich Heine - Deutscher Dichter und Publizist - 1797 bis 1856



Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Danke, dass Sie Buddha-Blog lesen. Ist Ihnen aufgefallen, dass hier keine externe Werbung läuft, dass Sie nicht mit Konsumbotschaften überhäuft werden?

Möchten Sie dem Autor dieses Blogs für seine Arbeit mit einer Spende danken? Der Betrieb dieser App (und der zugrunde liegenden Webseite https://shaolin-rainer.de) erfordert bis zu € 3000 im Monat.

Unterstützen Sie mich, beteiligen Sie sich an den umfangreichen Kosten dieser Publikation. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir für den Buddhismus leisten (ich und mein Team), auch weiterzuführen.

Via PayPal (hier klicken)

oder per Überweisung:

Kontoinhaber: Rainer Deyhle, Postbank, IBAN: DE57700100800545011805, BIC: PBNKDEFF

1000 Dank!