Träume

Geschrieben am 06.10.2021
von Shaolin Rainer


Nicht in der Zukunft sollen wir leben, auch nicht in der Vergangenheit, sondern im Jetzt und Hier! So lehrte es uns der historische Buddha.

Träume im Schlaf sind etwas sehr natürliches, manchmal schön, gelegentlich beängstigend, das Erleben im Schlaf ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ich träume nie, mein Körper findet so volle Erholung in der Ruhephase.

Aber es gibt Menschen, die leben den ganzen Tag in einer Traumwelt, haben sich in ihrem Gedankenpalast die Welt zurecht gemacht wie es ihnen gefällt, nehmen die Realität kaum noch wahr, eigentlich belügen sie sich ständig. Denn das Leben findet in der Gegenwart statt, so wie wir uns das Kommende ausmalen, so kommt es sowieso nicht.



Fantasievorstellungen aller Art finden dabei ihren Ausdruck, die Flucht aus der täglichen Absurdität wird dabei bewußt herbeigeführt, man "malt sich das Leben aus", in allen möglichen Farben, wird unkonzentriert, begibt sich bei vollem Bewusstsein in Scheinwelten.

Von solchen Träumen unterscheiden sich Pläne. Unter Plänen verstehe ich konkrete Vorhaben, die ich mir vornehme dann umzusetzen. Etwa: Ich plane einen Ausflug mit der Familie, habe schon zu Essen vorbereitet, dann macht mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung.

In die Welt der Fantasie abzugleiten hat etwas beängstigendes, die eigene Traumwelt entstammt meist aus inneren Monologen, Bilder und Filme laufen in unseren Gedanken, die falsche Welt nimmt Besitz von uns.



Die Grenze zur Erkrankung ist hier fliessend, Schizophrenie, Borderline, Störungen der Persönlichkeit in vielen Formen kommen aus dem Abdriften in Wunschvorstellungen.

Besonders in schweren Zeiten neigen die Menschen zu solchem Verhalten, der Lehrer aller Lehrer sieht als Grund allen Übels unser Ego, das in bestimmten Situationen übersteigert und die Wahrnehmungsgrenze verschiebt, aus Monolgen sich verdirbt.

Hier hilft es wenn wir unsere Gedanken überwachen, wenn wir diese nicht einfach nur vor sich hinplätschern lassen, sondern bewußt und gezielt unsere Gedankengänge beobachten, ihnen nachforschen. Woher kommt dieser Gedanke, warum gerade jetzt, wie kann ich dieses Denken in Zukunft abstellen?



Wir müssen uns den Realitäten des Lebens stellen, nichts wird so sein wie wir es uns wünschen, Akzeptanz und Demutsind wichtige Begriffe um ein besseres Leben zu führen.

Besser ist es wenn wir planen, und dann unsere Energie in die Umsetzung der Vorhaben investieren.

Wir müssen uns den Realitäten des Lebens stellen, nichts wird so sein wie wir es uns wünschen, Akzeptanz und Demut sind wichtige Begriffe um ein besseres Leben zu führen.

Der Weg ist das Ziel!



Hast du deinen Geist gut in den vier Grundlagen der Achtsamkeit verankert?

Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

An seine Träume glauben heißt, sein Leben im Schlaf verbringen

- Chinesisches Sprichwort -

Pläne sind die Träume der Verständigen

- Ernst Maria Johann Karl Freiherr von Feuchtersleben - Lyriker - 1806 bis 184



Ein ehrlicher Räuber ist beruhigender als eine ungewisse Zukunft

- Günter Eich - Deutscher Hörspielautor und Lyriker - 1907 bis 1972

Mir war nicht schrecklich zumute; ich war mir klar darüber, daß mich nicht mehr viel berührte, schon seit langer Zeit nicht mehr. Vielleicht war ich schon mein ganzes Leben lang so gewesen, genau wie manche Kinder taub oder ohne Tastsinn geboren werden; aber wenn das der Fall gewesen wäre, hätte ich das Fehlen von Gefühlen nicht bemerkt. Irgendwann mußte sich mein Hals geschlossen haben wie ein zufrierender Teich oder eine vernarbende Wunde und hatte mich in meinem Kopf eingeschlossen. Seitdem war alles von mir abgeprallt, es war, als steckte ich in einer Vase. Es war wie früher im Dorf, wo ich sehen, aber nicht hören konnte, weil ich die Sprache nicht verstand. Flaschen verzerren auch: Frösche im Marmeladenglas sehen breitgedrückt aus, für die muß ich ein grotesker Anblick gewesen sein

- Margaret Atwood - Kanadische Schriftstellerin und Dichterin - geboren 1939

Ein Traum, den Sie allein träumen ist nur ein Traum, ein Traum, den Sie gemeinsam träumen ist Realität

- John Lennon - Britischer Musiker - 1940 bis 1980



Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Danke, dass Sie Buddha-Blog lesen. Ist Ihnen aufgefallen, dass hier keine externe Werbung läuft, dass Sie nicht mit Konsumbotschaften überhäuft werden?

Möchten Sie dem Autor dieses Blogs für seine Arbeit mit einer Spende danken? Der Betrieb dieser App (und der zugrunde liegenden Webseite https://shaolin-rainer.de) erfordert bis zu € 3000 im Monat.

Unterstützen Sie mich, beteiligen Sie sich an den umfangreichen Kosten dieser Publikation. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir für den Buddhismus leisten (ich und mein Team), auch weiterzuführen.

Via PayPal (hier klicken)

oder per Überweisung:

Kontoinhaber: Rainer Deyhle, Postbank, IBAN: DE57700100800545011805, BIC: PBNKDEFF

1000 Dank!



Meine Publikationen:

1.) App "Buddha-Blog" in den Stores von Apple und Android (Basiswebseite: https://www.buddha-blog.online).

2.) App "Buddha-Blog-English", ebenfalls bei Apple und Android (Basiswebseite: https://www.buddha-blog.org).

3.) Die Webseite "Shaolin-Rainer", jetzt auch als App erhältlich, (Apple und Android). 

4.) Podcast (hier die Podcast Homepage)

5.) Facebook (@BuddhaBlogApp) 

6.) TikTok (@BuddhaBlog)